der durch das Bildungsministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschungsverbund LemaS-Transfer hat die Gestaltung einer begabungs- und leistungsfördernden Schul- und Unterrichtskultur zum Ziel. Die Möglichkeiten der Potenzialentwicklung sollen für alle Schüler*innen unabhängig von deren Herkunft, Geschlecht und sozialen Status nachhaltig verbessert werden. Die zweite Förderphase fokussiert den Transfer und die Implementation der in der ersten Förderphase von Schulen und Wissenschaftler*innen in research-practice-partnerships gemeinsam entwickelten LemaS-Produkte sowie damit einhergehende Professionalisierungsangebote.
Das Team des Regionalzentrums Mitte-West:
Prof. Dr. Barbara Asbrand (Leitung)
Carla Leesker (Projektmitarbeiterin)
Melanie Schubsky (Projektmitarbeiterin)
Dirk Weikum (Projektassistent)
Im BMBF-Verbundprojekt ‚Modellierung und Analyse
von Governance Improvement Capacity' (MAGIC) wird das
Zusammenwirken von Schulen mit der Schulinspektion, der Schulaufsicht und der Schulentwicklungsberatung bzw.
-begleitung in Hamburg untersucht und in Kooperation mit Akteuren aus der
Praxis ein Qualitätsrahmen für das Unterstützungssystem entwickelt.
Verantwortliche Personen:
Prof. Dr. Barbara Asbrand (Leitung)
Johanna Hock (wissenschaftliche Mitarbeiterin)
In dem BMBF-Verbundprojekt „Qualität
von Lernprozessbegleitung: Versuchs- und Universitätsschulen als Entwicklungs-
und Transferakteur*innen“ (QualiPro) wird die Implementierung und
Weiterentwicklung von Verfahren der Lernprozessbegleitung in den vier Versuchs-
und Universitätsschulen empirisch untersucht und in der Zusammenarbeit von
Forschenden und Lehrpersonen weiterentwickelt.
Verantwortliche Personen:
Prof. Dr. Barbara Asbrand (Leitung)
Katharina Kunze (wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Melanie Schubsky (wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Anknüpfend an die Publikation eines Methodenlehrbuchs (Asbrand & Martens 2018) beschäftigen wir uns weiterhin mit theoretischen, methodologischen und methodischen Herausforderungen einer videobasierten, dokumentarischen Unterrichtsforschung.
Verantwortliche Personen:
Prof. Dr. Barbara Asbrand und Prof. Dr. Matthias Martens (Universität zu Köln)
Die wissenschaftliche Begleitung der Helene-Lange-Schule (Versuchsschule des Landes Hessen) durch den Arbeitsbereich ist eine kontinuierliche Kooperation zwischen Schule und Universität, von der beide Seiten gleichermaßen profitieren.
Verantwortliche Person:
Prof. Dr. Barbara Asbrand
Katharina Kanz, M.A. (wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Im Fokus des qualitativ-rekonstruktiven Forschungsprojekts stehen außerunterrichtliche Ganztagsangebote für Schüler*innen der 9. und 10. Jahrgangsstufe. Ziel des Vorhabens ist es, das Erfahren und Erleben der Jugendlichen in unterschiedlichen außerunterrichtlichen Angeboten systematisch zu rekonstruieren und darüber Aufschluss zu erhalten, wie Jugendliche in den Angeboten lernen.
Verantwortliche Person:
Desirée Rosenberger (Dissertationsprojekt)
Das Dissertationsprojekt zentriert
auf Erfahrungen von Schüler*innen mit verschiedenen Nachhilfeangeboten.
Nachhilfeunterricht, dessen Nutzung in Deutschland weit verbreitet ist, wurde
bisher in Hinblick auf Fragen der Effektivität, Verbreitung, Nutzungsdauer oder
Kosten der Nachhilfeangebote beforscht, um eine der Versachlichung der
Diskussion zuträgliche Erkenntnisbasis zu generieren (vgl. z.B. Dohmen, Erbes,
Fuchs & Günzel 2008; Klemm & Hollenbach-Biele 2016; Haag & Streber
2017). Der Fokus des Forschungsvorhabens wird von diesen Kategorien auf die
Perspektive der Nachhilfeschüler*innen auf Nachhilfeunterricht verlagert: Wie
erleben sich die Nachhilfeschüler*innen von den unterschiedlichen am Diskurs
beteiligten Akteur*innen wie den Fachlehrkräften, den Nachhilfelehrkräften, den
Eltern, den Peers (sowie auch durch die Forschende) in ihrer Rolle als
Nachhilfeschüler*in adressiert und wie wirkt sich dies auf ihre
Subjektivierungsprozesse sowie auf ihre Handlungspraxis aus?
Verantwortliche Person:
Melanie Schubsky, B.A. (Dissertationsprojekt)
Seit Dezember 2024 beschäftigt sich das DFG-Projekt BilmaQ damit, wie sich für junge Menschen Möglichkeitsräume der Bildung in marginalisierten urbanen Quartieren gestalten. Das empirische Forschungsprojekt ist qualitativ-rekonstruktiv angelegt und fokussiert Möglichkeitsräume der Bildung im Zusammenspiel von pädagogischen Räumen, jugendkulturellen Arenen und Biographie. Es wird gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen durchgeführt und ist in die Schwerpunkte Schule, Jugend und außerschulische Institutionen untergliedert. Während sich Nicolle Pfaff und Nesrine Sekkali an der Universität Duisburg-Essen vor allem mit den außerschulischen Institutionen beschäftigen, liegt der Fokus in Frankfurt auf der Schulforschung (Barbara Asbrand und Bente Bartels) und im Bereich Jugend (Merle Hummrich und Hauke Schlichting).
In dem Forschungsprojekts wird die Entwicklung von Professionalität von Lehrer*innen untersucht, deren Schule Elemente von partizipativer Schulentwicklung aufweisen. Dabei orientiert sich das Sampling an der Selbstbeschreibung ihres Schulentwicklungsprozesses durch die Schulen als partizipativ, z.B. im Sinne Senges Konzept der Architektur einer lernenden Organisation (vgl. Senge 2011) oder mit Bezugnahme auf demokratiepädagogische Konzepte (vgl. u.a. OECD 2005; de Haan et.al 2007). Jene Schulen sind häufig in Netzwerken (z.B. Preisträgernetzwerk des deutschen Schulpreises) engagiert und zeigen Elemente eines „Buttom-Up“-Prinzips (vgl. Fullan 1994) in der Organisation von Schulentwicklungsprozessen. Mit Lehrpersonen in der Berufseinstiegsphase werden biographische Interviews durchgeführt und mit Hilfe der dokumentarischen Methode ausgewertet (vgl. Nohl 2017).
Ausgangspunkt des Forschungsprojekts sind Erkenntnisse der berufsbiographischen Professionsforschung (u.a. Hericks, Keller-Schneider & Bonnet 2019) zur Berufseinstiegsphase. In bisherigen Studien ließen sich vier Bereiche von Entwicklungsaufgaben identifizieren, in deren Kontext sich gerade im Verlauf der ersten Erfahrungen eigenverantwortlicher Lehrtätigkeit Herausforderungen ergeben. Diese umfassen die Bereiche Rollenfindung, Vermittlung, Anerkennung und Kooperation innerhalb der Institution (vgl. Hericks 2006; Keller-Schneider & Hericks 2017). In dem Forschungsvorhaben wird davon ausgegangen, dass nicht nur individuelle, sondern auch institutionelle Faktoren die berufsbiographischen Prozesse beeinflussen, und dass die Art und Weise, wie die Einzelschule als Organisation strukturiert ist, Auswirkungen auf die Erfahrungen der Berufsanfänger*innen hat. Im Anschluss an die Forschung zum Lehrerhabitus (vgl. Kramer & Pallesen 2019) wird die These zugrunde gelegt, dass die Entstehung eines professionellen Lehrerhabitus nicht nur Sozialisationserfahrungen wie soziale Herkunft und Ausbildung, sondern auch die Erfahrungen in der jeweiligen Einzelschule als Arbeits- und somit Sozialisationsort bedeutsam sind. Erste Studien deuten an, dass diese einen wichtigen Professionalisierungsraum darstellt (vgl. Pallesen & Matthes 2020).
Verantwortliche Person:
Felix Weichsel, OstR (Dissertationsprojekt)