Qualität von Lernprozessbegleitung: Versuchs- und Universitätsschulen als Entwicklungs- und Transferakteur*innen (QualiPro)


Verantwortliche Personen: 

Prof. Dr. Barbara Asbrand (Leitung) 

Katharina Kunze (wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Melanie Schubsky (wissenschaftliche Mitarbeiterin)


Das Verbundprojekt „Qualität von Lernprozessbegleitung: Versuchs- und Universitätsschulen als Entwicklungs- und Transferakteur*innen“ (QualiPro) wird im Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert (FKZ 01JQ2410C) und ist ein gemeinsames Vorhaben der mit der Universität Dresden (Prof. Dr. Anke Langner & Hannah Bartels), der Universität zu Köln (Prof. Dr. Matthias Martens & Larissa Krull) und der Universität Bielefeld (Prof. Dr. Annette Textor, Prof. Dr. Martin Heinrich, Dr. Gabi Klewin & Dr. Wiebke Fiedler-Ebke). Kooperiert wird mit der Helene-Lange-Schule Wiesbaden, der Laborschule Bielefeld, der Heliosschule – Inklusive Universitätsschule der Stadt Köln, der Universitätsschule Dresden und dem Verbund der Universitäts- und Versuchsschulen (VUVS). In dem Forschungsprojekt wird die Implementierung und Weiterentwicklung von Verfahren der Lernprozessbegleitung in den vier Versuchs- und Universitätsschulen empirisch untersucht und in der Zusammenarbeit von Forschenden und Lehrpersonen weiterentwickelt. Lernprozessbegleitung stellt ein evidenzbasiertes Verfahren dar, um Unterricht an individuelle Lernvoraussetzungen anzupassen und Kompetenzen von Schüler*innen individuell zu fördern. Dabei unterscheiden sich an den vier beteiligten Schulen sowohl die Konzepte und die Praxis der Lernprozessbegleitung als auch die Schwerpunkte des Transfers in alle drei Phasen der Lehrkräftebildung.

Das an der Goethe-Universität Frankfurt/Main angesiedelten Teilprojekt „kompetenzorientierte Lernprozessbegleitung“ (Prof. Dr. Barbara Asbrand & Katharina Kunze) widmet sich in Zusammenarbeit mit der Helene-Lange-Schule Wiesbaden der forschungsbasierten Weiterentwicklung der Kompetenzorientierung im Selbständigen Lernen. Dabei wird der in der Kooperation von Versuchsschule und Universität der seit über zehn Jahren erprobte Ansatz der dokumentarischen Evaluationsforschung genutzt. Das bedeutet, dass in der Schulpraxis generierte Fragestellungen in einem qualitativ-rekonstruktiven Forschungsdesign untersucht und die Forschungsergebnisse im responsiven Austausch zwischen Forschenden und Lehrpersonen als Reflexionswissen in die Schulentwicklung eingebracht werden.


Im Rahmen des Verbunds werden an allen vier Standorten Forschung und Entwicklung in Design-Based-Research-Formaten in Kollaboration von Schulpraxis und wissenschaftlicher Begleitung miteinander verbunden. Zusätzlich werden Re-Design-Workshops durchgeführt, in denen sich die vier beteiligten Schulen und ihre jeweiligen Partner*innen aus der Wissenschaft standortübergreifend über ihre unterschiedlichen Konzepte der Lernprozessbegleitung austauschen, die Forschungsergebnisse der drei anderen Standorte kennenlernen und voneinander lernen. Die Ergebnisse fließen in auf alle drei Phasen der Lehrer*innenbildung bezogene Transferprojekte an den vier Standorten ein.