Eine Veröffentlichung der Beiträge ist für Anfang 2026 bei Routledge geplant.
Wir befassen uns mit den vielfältigen Aspekten der Bildung und des Lernens im Erwachsenenalter.
Im Mittelpunkt der Forschung stehen dabei Phänomene und Fragen der Vermittlung und Aneignung von Wissen und Kompetenzen in verschiedenen Lebensphasen des Erwachsenenalters. Wenngleich wir auch Lernen und pädagogische Praxis innerhalb primär pädagogischer Institutionen beforschen, liegt unser Interesse zunehmend in Handlungskontexten außerhalb dieser formalisierter Arrangements.
Diese Fragen und Phänomene werden auf der Ebene von Theorien, Diskursen und empirischer Forschung bearbeitet.
Unsere aktuellen Forschungsprojekte fokussieren auf die Bereiche Übergänge im Lebenslauf als Lernanlässe, Lernen im Kontext von Arbeit sowie Lernen an der Universität.
finanziert durch das BMFTR, Laufzeit 2/2025-1/2028
Projektübersicht
Das Forschungsprojekt WoCuMINT hat sich zum Ziel gesetzt, zentrale Inklusions- und Exklusionsmechanismen innerhalb von Workplace-Cultures zu identifizieren, um berufliche Lern- und Entwicklungsbedingungen für Frauen in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) nachhaltig zu verbessern. Durch eine umfassende Analyse bestehender Strukturen und vorherrschenden Kulturen in Unternehmen möchten wir herausfinden, welche Faktoren den beruflichen Werdegang von Frauen in diesen Bereichen beeinflussen und wie diese wirken.
Zielsetzung
Die Förderung der Motivation und des Interesses junger Frauen und Mädchen an naturwissenschaftlichen Fächern sowie MINT-Themen ist nicht ausreichend, um langfristig Frauen für entsprechende Berufe zu gewinnen. WoCuMINT setzt daran an, zu erforschen, wie es Frauen geht, die in diesen Bereichen tätig sind und sich beruflich dort verorten möchten. Neben erfolgreichen Rolemodels stellen Arbeitsplätze, in denen auch Frauen beschäftigt sind, einen signifikanten Pull-Faktor dar, der junge Frauen dazu ermutigt, eine Karriere im MINT-Bereich zu wählen.
WoCuMINT zielt darauf ab:
Multimethodisches Forschungsdesign
Standardisierte Fragebögen zur Erfassung beruflicher Zufriedenheit und offene Leitfadeninterviews.
Feldzugang
WoCuMINT fokussiert KMUs genauso wie Global Player im Bereich MINT, ebenfalls werden Frauen befragt, die in Forschungsinstituten arbeiten.
Erwartete Ergebnisse
Die Ergebnisse des Projekts sollen nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, sondern auch praktische Handlungsempfehlungen für Unternehmen entwickeln. Wir streben an:
Zeitrahmen
Das Projekt WoCuMINT läuft von 2025 bis 2028 und wird durch die BMBF-Förderlinie „Erhöhung des Frauenanteils im MINT-Forschungs- und Innovationsprozess: Selbstwirksamkeit, Eigeninitiative und Kreativität stärken“ gefördert.
Studentische Abschlussarbeiten
Ilona Sander: Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz: Genderbezogene Erfahrungen von Arbeitsplatzkulturen im MINT-Arbeitskontext (am Beispiel Maschinenbau). (Arbeitstitel)
Bei Interesse an einer Abschlussarbeit im Rahmen von WoCuMINT, melden Sie sich gerne bei Dr. Jacqueline Jaekel: j.jaekel@em.uni-frankfurt.de
Projektteam
Prof. Dr. Christiane Hof, Dr. Michael Bernhard, Dr. Jacqueline Jaekel
weitere Veröffentlichungen siehe die Homepage von Michael Bernhard
Martina Wolfart-Schäfer untersucht in ihrem Dissertationsprojekt, in welcher Weise Erfahrungswissen im Arbeitsalltag relevant wird.
Jannis Ackermann untersucht in seinem Dissertationsprojekt die Prozessmäßigkeiten, die sich hinter der Organisation von Sport verbergen.
Im Rahmen kleinerer Forschungsprojekte untersuchen wir verschiedene Dimensionen des Lernens im Kontext von Arbeit.
In diesem Teilprojekt untersuchen wir die habituellen Grundlagen des Studierverhaltens.
Publikation:
Behr, F. & Hof, Chr. (2019): Habituelle Grundlagen des
Studierverhaltens. Annäherungen an die Bedingungen universitären
Lernens. In: Erwachsenenbildung und Lernen in Zeiten von Globalisierung,
Transformation und Entgrenzung. Hrsg. von O. Dörner u.a. (2019).
Leverkusen: Budrich, S. 217-23.
Publikation: Hof, Chr. & Boehm, S. (Hg.) (2023): Forschungsorientiert lehren und lernen: Theorien und Bezüge. wbv-Verlag
Bernhard, M., Ackermann, J. & Hof, Chr. (2023). Intuit: Intuitiv into Wissenschaft – ein Navigationstool zum forschenden Lernen & kritischen Denken. In C. Hof & S. Boehm (Eds.), Forschungsorientiert lehren und lernen: Theorien und Bezüge (pp. 157–163). wbv Verlag
Dieses durch das BMBF geförderte Projekt untersuchte Sportvereine als Möglichkeitsräume für Geflüchtete und Migrant:innen. Anhand eines multimethodischen Forschungsdesigns wurden die Konzepte und Praktiken zur Förderung von Integration analysiert und Handlungsempfehlungen für die Vereine erarbeitet.
Finanzierung: Bundesvorstand des Weissen Rings e.V.
Laufzeit: 2009-2011
Leitung: Prof. Dr. Christiane Hof
Finanzierung: Lehrforschungsprojekt, finanziert durch Eigenmittel
Kurzdarstellung: Bildung und Weiterbildung gelten als wichtige Motoren für die Bewältigung der individuellen und sozialen Aufgaben, die im Kontext aktueller und gesellschaftlicher Veränderungsprozesse diagnostiziert werden. Die Bewältigung der Anforderungen einer modernen Wissensgesellschaft, der Globalisierung und Individualisierungsprozessen erfordert aber nicht nur bildungspolitischer Programme, sondern auch Entwicklungen auf der Ebene der Bildungspraxis.
Diese zeichnet sich in den letzten Jahren durch eine rasante Zunahme und eine wachsende Differenzierung von Weiterbildungsanbietern sowie durch die Etablierung unterschiedlicher Bildungslandschaften aus.
Ziel ist eine empirische Annäherung an die Bildungslandschaft der Region Flensburg. Durch die Analyse dieses Raums Lebenslangen Lernens soll Wissen für die professionelle Weiterentwicklung dieser Bildungsregion bereitgestellt werden.
Projektpublikationen:
Hof, Christiane (Hrsg.) (2014):
Weiterbildung in der Region Flensburg.
Flensburg: Flensburg University Press
