Forschungsprojekte

Workplace-Cultures als Rahmen für berufliche Verläufe von Frauen in MINT-Berufen - WoCuMINT

finanziert durch das BMFTR, Laufzeit 2/2025-1/2028

Projektübersicht

Das Forschungsprojekt WoCuMINT hat sich zum Ziel gesetzt, zentrale Inklusions- und Exklusionsmechanismen innerhalb von Workplace-Cultures zu identifizieren, um berufliche Lern- und Entwicklungsbedingungen für Frauen in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) nachhaltig zu verbessern. Durch eine umfassende Analyse bestehender Strukturen und vorherrschenden Kulturen in Unternehmen möchten wir herausfinden, welche Faktoren den beruflichen Werdegang von Frauen in diesen Bereichen beeinflussen und wie diese wirken.

Zielsetzung

Die Förderung der Motivation und des Interesses junger Frauen und Mädchen an naturwissenschaftlichen Fächern sowie MINT-Themen ist nicht ausreichend, um langfristig Frauen für entsprechende Berufe zu gewinnen. WoCuMINT setzt daran an, zu erforschen, wie es Frauen geht, die in diesen Bereichen tätig sind und sich beruflich dort verorten möchten. Neben erfolgreichen Rolemodels stellen Arbeitsplätze, in denen auch Frauen beschäftigt sind, einen signifikanten Pull-Faktor dar, der junge Frauen dazu ermutigt, eine Karriere im MINT-Bereich zu wählen.

WoCuMINT zielt darauf ab:

  • Inklusionsmechanismen zu identifizieren, die Frauen unterstützen und fördern und somit arbeitsintegriertes lernen, berufliche Zufriedenheit und Engagement ermöglichen.
  • Exklusionsmechanismen aufzudecken, die Hindernisse im beruflichen Werdegang darstellen und möglicherweise zu einem Abbruch oder einem beruflichen Wechsel führen.
  • Empfehlungen zur Verbesserung der Arbeitskultur zu entwickeln, um eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in MINT-Berufen zu gewährleisten.

Multimethodisches Forschungsdesign

Standardisierte Fragebögen zur Erfassung beruflicher Zufriedenheit und offene Leitfadeninterviews.

Feldzugang

WoCuMINT fokussiert KMUs genauso wie Global Player im Bereich MINT, ebenfalls werden Frauen befragt, die in Forschungsinstituten arbeiten.

Erwartete Ergebnisse

Die Ergebnisse des Projekts sollen nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, sondern auch praktische Handlungsempfehlungen für Unternehmen entwickeln. Wir streben an:

  • Ein besseres Verständnis der Faktoren zu schaffen, die den beruflichen Erfolg von Frauen in MINT beeinflussen.
  • Strategien zur Förderung einer inklusiven Arbeitskultur zu formulieren.
  • Die Sichtbarkeit erfolgreicher weiblicher Vorbilder in MINT-Berufen zu erhöhen.

Zeitrahmen

Das Projekt WoCuMINT läuft von 2025 bis 2028 und wird durch die BMBF-Förderlinie „Erhöhung des Frauenanteils im MINT-Forschungs- und Innovationsprozess: Selbstwirksamkeit, Eigeninitiative und Kreativität stärken“ gefördert.

Studentische Abschlussarbeiten

Ilona Sander: Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz: Genderbezogene Erfahrungen von Arbeitsplatzkulturen im MINT-Arbeitskontext (am Beispiel Maschinenbau). (Arbeitstitel)

Bei Interesse an einer Abschlussarbeit im Rahmen von WoCuMINT, melden Sie sich gerne bei Dr. Jacqueline Jaekel: j.jaekel@em.uni-frankfurt.de

Projektteam

Prof. Dr. Christiane Hof, Dr. Michael Bernhard, Dr. Jacqueline Jaekel


Theoretische Perspektiven auf das Lernen im Lebenslauf

Das Projekt „Theoretische Perspektiven auf das Lernen im Lebenslauf" diskutiert unterschiedliche theoretische Perspektiven auf den Zusammenhang von Lernen und Lebenslau
  • Hof, Chr. (in preparation). From the Political Idea of Lifelong Education to Learning in the Life Course as Part of Social Practices. In M. Bernhard, S. Billett, C. Hof, K. Kraus, V. J. Marsick, & P. H. Sawchuk (Eds.), Adult Education in Changing Times: Learning at the Nexus of Life, Work, and Transitions. Routledge
  • *Hof, Chr. & Bernhard, M. (2025): Navigating Change: Theoretical Perspectives to Relate Research on Transitions and Learning.European Journal for Research on the Education and Learning of Adults (RELA), 16(1), 7-20https://doi.org/10.3384/rela.2000-7426.4791
  • Hof, Chr. (2020): Biografietheoretische Grundlagen reflexiver Übergangsforschung – eine Spurensuche. In: Reflexive Übergangsforschung. Theoretische und methodologische Grundlagen.  Hrsg. von Andreas Walther, Barbara Stauber, Markus Rieger-Ladich, & Anna Wanka. Opladen: Barbara Budrich, S. 103-120.
  • Hof, Chr. (2019): Lernen in Lebensphasen oder Lebenslanges Lernen? Anmerkungen zu einer nur scheinbaren Alternative. In: Metapher, Medium, Methode – Theoretische und empirische Zugänge zur Bildung Erwachsener. Hrsg. von O. Dörner u.a. Opladen: Barbara Budrich.
  • Hof, Chr. (2018): Der Lebenslauf als Rahmen für Lern- und Bildungsprozesse. Perspektiven und Desiderata. In: Hof, Chr/Rosenberg, H. (Hrsg.): Lernen im Lebenslauf. Theoretische Perspektiven und empirische Zugänge. Wiesbaden: VS, S. 181-204.

Familiengründung als Lernanlass

Das Projekt „Familiengründung als Lernanlass“ (Projektleitung: Christiane Hof) untersucht die Herausforderungen, die der Übergang in Elternschaft für die Erwachsenen/Eltern mit sich bringt und wie sie die neue Lebenssituation gestalten. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Rolle formale Bildungsangebote wie auch informelles Lernen dabei spielen. 
  • Hof, Chr. & Rosenberg, H. (2022): Übergang in Elternschaft als Herausforderung für die (institutionalisierte) Familienbildung. Erscheint in: Müller-Giebeler, U. & Zufacher, M. (Hrsg.): Familienbildung – Praxisbezogene, empirische und theoretische Perspektiven. Weinheim/Basel: Beltz Verlag, S. 257-268.
  • Hof, Chr. (2022): Eintritt in Elternschaft – Auf der Suche nach einem geeigneten Modell zu Untersuchung biographischer Lernprozesse im Übergang. In: Biographische Verknüpfungen. Zwischen biographiewissenschaftlicher Forschung, Theoriebildung und Praxisreflexion. Hrsg. von D. Rothe/D. Schwendowius/N. Thoma/Chr. Thon. Frankfurt: Campus, S. 93-110.
  • Hof, Chr. (2020): Experimentelle Übergänge im Lebenslauf? Theoretische und empirische Annäherungen an den Umgang moderner Subjekte mit sich und ihren gesellschaftlichen „Verhältnissen“. In: Soziologische Experimentalität. Hrsg. von Betz, G.J./Halatcheva-Trapp, M. & Keller, R. Weinheim: BeltzJuventa, S. 347-361
  • Hof, Chr. (2014): Familiengründung als Übergang im Erwachsenenalter. Anschlüsse für eine Pädagogik der Übergänge. In: Chr. Hof/M. Meuth/A. Walther (Hrsg.): Pädagogik der Übergänge. Weinheim/Basel: Beltz Juventa, S. 128-145.

Übergang in das Studium

Kathrin Henrich analysierte in ihrer Dissertation den Übergang ins Studium vor dem Hintergrund der Herausforderungen der Lebensphase des jungen Erwachsenenalters
  • Hendrich, K. (2023). Studium als biographischer Übergang. Eine qualitative Studie zu den Perspektiven der Studierenden. Barbara Budrich
  • Henrich, J. & Hof, Chr. (2022): Zwischen Selbstfindung und Alltagsbewältigung. Studium als biographischer Übergang des „Erwachsen-Werdens“. In: Bauer, P./Becker, B./Friebertshäuser, B. & Hof, Chr. (Hrsg.): "Diskurse – Institutionen – Individuen. Neue Perspektiven in der Übergangsforschung". Opladen: Barbara Budrich.

Lernen in migrationsbedingten Übergängen

Michael Bernhard beschäftigte sich in seinem Dissertationsprojekt mit dem Lernen von Migrant:innen im Kontext der kanadischen Migrationsgesellschaft.

weitere Veröffentlichungen siehe die Homepage von Michael Bernhard

Erfassen informellen Lernens am Arbeitsplatz
Janek Förster entwickelt in seiner Dissertation einen Fragebogen zur standardisierten Erfassung informeller Lernprozesse im Arbeitskontext.

Die Bedeutung von Erfahrungswissen im Arbeitsalltag

Martina Wolfart-Schäfer untersucht in ihrem Dissertationsprojekt, in welcher Weise Erfahrungswissen im Arbeitsalltag relevant wird.

Umgang mit Gewaltübergriffen in Behörden

Im Rahmen ihrer Dissertation untersucht Petra Maurer Lernprozesse und Handlungsstrategien im Umgang mit Gewaltübergriffen im Arbeitskontext, insbesondere in Behörden.


Die Organisation des Sports

Jannis Ackermann untersucht in seinem Dissertationsprojekt die Prozessmäßigkeiten, die sich hinter der Organisation von Sport verbergen.

Lernen im Kontext von Arbeit

Im Rahmen kleinerer Forschungsprojekte untersuchen wir verschiedene Dimensionen des Lernens im Kontext von Arbeit.

  • *Hof, C., Hartmann, J., Herrnbrodt, R., Müller, T., Saam, J., Ulrich, N. & J. Vellenzer (2023): Lernen im Kontext von Arbeit – Empirische Einsichten als Ausgangspunkt für pädagogische Konzeptentwicklung. ZfW (2023). https://doi.org/10.1007/s40955-023-00251-z

Studieren unter Coronabedingungen

In dieser Studie befassen wir uns mit dem Studieren unter Coronabedingungen. Hier werden die Studierpraktiken in Zeiten einer weitgehend geschlossenen Universität in den Blick genommen. Erste Auswertungen können zeigen, welche individuellen Präferenzen und Lernpraktiken das Digitale Studieren unterstützen können. Umgekehrt wird damit auch deutlich, welche Studierenden damit Schwierigkeiten haben.


Zusammenhang von Studierverhalten und Lernhabitus

In diesem Teilprojekt untersuchen wir die habituellen Grundlagen des Studierverhaltens.
Publikation: Behr, F. & Hof, Chr. (2019): Habituelle Grundlagen des Studierverhaltens. Annäherungen an die Bedingungen universitären Lernens. In: Erwachsenenbildung und Lernen in Zeiten von Globalisierung, Transformation und Entgrenzung. Hrsg. von O. Dörner u.a. (2019). Leverkusen: Budrich, S. 217-23.

Forschendes Lernen

In diesem Teilprojekt behandeln wir das Thema im Spannungsfeld von forschendem Lernen und lernendem Forschen in seinen verschiedenen Dimensionen.

Publikation: Hof, Chr. & Boehm, S. (Hg.) (2023): Forschungsorientiert lehren und lernen: Theorien und Bezüge. wbv-Verlag


Intouit: Intuitiv into Wissenschaft. Ein Navigationstool zum forschenden Lernen & kritischen Denken

Gefördert durch Eigenmittel und im SoSe durch das Prgramm "Zeit für Lehre" entwickeln wir ein (digitales) Navigationstool, das Studierende in ihrer akademischen Sozialisation und Akkulturation unterstützt (into it), indem es Forschungskompetenz nicht allein von außen (als zu lernende Kenntnisse) heranträgt, sondern im Modus des Fragens und Reflektierens – anhand adaptiv-dynamischer Feedback- und Reflexionselemente – eine Erschließung und Inkorporierung wissenschaftlichen Denkens ermöglicht (Intuition).

Bernhard, M., Ackermann, J. & Hof, Chr. (2023). Intuit: Intuitiv into Wissenschaft – ein Navigationstool zum forschenden Lernen & kritischen Denken. In C. Hof & S. Boehm (Eds.), Forschungsorientiert lehren und lernen: Theorien und Bezüge (pp. 157–163). wbv Verlag

Abgeschlossene Forschungsprojekte

InBewegung. Transformation von Sportorganisationen in der Migrationsgesellschaft

Dieses durch das BMBF geförderte Projekt untersuchte Sportvereine als Möglichkeitsräume für Geflüchtete und Migrant:innen. Anhand eines multimethodischen Forschungsdesigns wurden die Konzepte und Praktiken zur Förderung von Integration analysiert und Handlungsempfehlungen für die Vereine erarbeitet.

Das Projekt leistet einen Beitrag, Informationen über gelingende Integration im Rahmen von Sportangeboten durch Sportvereine zusammenzustellen sowie in Kooperation mit Sportvereinen aus Frankfurt am Main Stolpersteine und Barrieren zu identifizieren. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens erweitern zudem auch das Wissen über Gelingensbedingungen von Integration und dienen somit auch einem gesamtgesellschaftlichen Interesse. Auf Basis dieser Erkenntnisse bietet der Projektbericht einen Überblick über die zentralen Ergebnisse des Projekts sowie einen Handlungsleitfaden zur Optimierung von Integrationsbemühungen.


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Entwicklung eines Weiterbildungskonzeptes für den Verein WEISSER RING

Laufzeit: 8/2014 – 12/2015
Leitung: Prof. Dr. Christiane Hof 
Mitarbeiterin: Nina Carstensen

Finanzierung: Bundesvorstand des Weissen Rings e.V.

Projektbeschreibung: Auf der Basis einer Auswertung der gegenwärtigen Weiterbildungspraxis des WEISSEN RINGS  wird die Passung von Zielen, Inhalten, Methoden und Qualitätsmanagement untersucht. Auf dieser empirischen Basis wird ein Vorschlag zur Weiterentwicklung des Aus- und Weiterbildungsprogramms entworfen, das den Anforderungen der Opferhilfe des WEISSEN RINGS ebenso wie den wissenschaftlichen Qualitätsstandards entspricht. 
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Das Spektrum der Lehre


Vermittlung wissenschaftlichen Wissens im Wandel der Zeit. Eine Ausstellung im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums der Universität Frankfurt.


Laufzeit: 2013-2014
Finanzierung: Dr. Marschner Stiftung, Speyersche Hochschulstiftung, Präsidium der GU, FB 4 und Eigenmittel
Projektteam: Prof. Dr. Christiane Hof, Dipl. Päd Susanne Barth, Dipl. Päd. Hannah Rosenberg, Stud. Hiwi Hanna Dislich, Stud. Hiwi Franziska Firme


Kurzdarstellung: Anlässlich der 100-Jahrfeier der Goethe-Universität Frankfurt am Main setzt sich der Fachbereich Erziehungswissenschaften mit verschiedenen Aspekten universitärer Lehre auseinander. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den institutionellen Anfängen, spezifischen universitären Lehr- und Lernformen und fachbezogenen Besonderheiten. Darüber hinaus wird die Frage nach Kontinuität und Wandel der Vermittlung wissenschaftlichen Wissens aufgeworfen.


Projektpublikation 
+++ Der Katalog zur Ausstellung ist gegen eine Spende im Sekretariat bei Frau Eller (4. G179) erhältlich. +++

Hof, Christiane (Hrsg.) (2014): Das Spektrum der Lehre. Vermittlung wissenschaftlichen Wissens im Wandel der Zeit. Katalog zur Ausstellung zum 100-jährigen Jubiläum der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Frankfurt: Arbeitsbereich Erwachsenenbildung am Fachbereich 04 der Goethe-Universität 


Gestaltung und Konzept: Andrea Thurner, www.thurnerdesign.de

Lehren lernen auf Grundlage videografierter Unterrichtssituationen

Laufzeit: 3/2012- 12/2014
Leitung: Prof. Dr. Christiane Hof
Projektmitarbeiter: Dr. Matthias Herrle (bis Ende 2013), Nina Carstensen (2014)
Finanzierung: Förderfonds Lehre der GU

Kurzdarstellung: Unterrichten gehört nicht nur zur Kernaufgabe von Lehrerinnen und Lehrern in der Schule, sondern steht auch im Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit von Studierenden der Erziehungswissenschaft, die später als Lernhelfer in frühpädagogischen Einrichtungen oder als Dozenten oder Trainer in den vielfältigen Institutionen der allgemeinen, beruflichen und betrieblichen Fort- und Weiterbildung tätig sein werden. Die professionelle Ausübung dieser Aufgabe erfordert neben der Kenntnis  von Unterrichtstheorien und didaktischen Ansätzen sowie des Fachwissens über Vermittlungsgegenstände auch ein Wissen darüber, wie soziale Situationen und Prozesse arrangiert und auf Veränderungen so reagiert werden kann, dass eine individuelle Aneignung von Wissen in Interaktionszusammenhängen gelingt. Um ein effizientes Klassen- und Zeitmanagement des Unterrichtsverlaufs zu bewerkstelligen, müssen sich Studierende fachliches und fachdidaktisches Wissen sowie allgemein pädagogisch-psychologisches Wissen und nicht zuletzt auch interaktionstheoretische Kenntnisse und praktische Handlungs- und Reflexionskompetenz aneignen.
Ein besonderes Augenmerk ist dabei auf das Vermögen zur Situationsdiagnose und zum reflektierten Einsatz von Handlungsalternativen zu legen.
Das Projekt intendiert einen Beitrag zur Entwicklung von didaktischen und methodischen Konzepten, durch die Studierende die Kompetenz zur Reflexion pädagogisch-professioneller Handlungsweisen und -kontexte erwerben bzw. verbessern können.
Auf der Basis videographierter Unterrichtssequenzen können authentische Interaktionssituationen und die in ihnen realisierten Handlungen handlungsentlastet beobachtet und analysiert werden.
Das Projekt konzipiert ein Veranstaltungsformat, bei dem sich vor dem Hintergrund zentraler Studien zu pädagogischer Interaktion und unter Einbezug von Ansätzen desClassroom Managements sowie der mikroethnographischen Interaktionsforschung mit authentischen, auf Video dokumentierten Fällen pädagogischer Praxis befasst wird. Konkrete Unterrichtssituationen aus unterschiedlichen pädagogischen Feldern sollen didaktisch so aufbereitet werden, dass die Studierenden grundlegende Probleme des Interaktionsgeschehens bzw. Classroom Managements erkennen und unterschiedliche Strategien der Problembearbeitung ausweisen und in ihren Implikationen für den weiteren Unterrichtsverlauf analysieren können. Neben der Sichtung und Auswahl geeigneter Videosequenzen geht es darum, auf der Basis der Fachliteratur, geeignete Fragen zu formulieren, die ein sinnverstehendes Lernen sowie die Reflexion pädagogischer Handlungsalternativen ermöglichen.
Derartige Veranstaltungskonzepte werden nicht nur theoretisch konzipiert, sondern auch praktisch in der Lehre eingesetzt und im Hinblick auf ihre Lernergebnisse evaluiert.

Projektpublikationen:

Herrle, Matthias (2013): Classroom Management jenseits des Schulunterrichts. Mikroethnographische Analysen zur Ablaufsteuerung in Veranstaltungen der Erwachsenen-/Weiterbildung. In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 16 (3), 2013, S. 599-627


Herrle, Matthias (2013): Mikroethnographische Interaktionsforschung. In: Friebertshäuser, Barbara/Seichter, Sabine (Hrsg.): Qualitative Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. Eine praxisorientierte Einführung. Weinheim: Beltz, S. 119-152


Herrle, Matthias (2012): Interaktionsprozesse unter Erwachsenen. Zur Mikroethnographie pädagogischen Handelns. In: Report. Zeitschrift für Weiterbildungsforschung 35 (3), 2012, S. 15-29

Lernen im Rahmen von Managementprozessen 

Sozialwissenschaftliche Begleitung der Lern- und Meinungsbildungsprozesse der beteiligten Experten eines größeren Wildtiermanagementprojektes.

Laufzeit: 2009 - 2012
Leitung: Prof. Dr. Christiane Hof 
Kooperation: mit der TU München 
Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Kurzdarstellung: Ziel des Projekts ist es, den Meinungsbildungsprozess der Beteiligten zu analysieren und auf der Basis der dadurch gewonnen Erkenntnisse Vorschläge für das Vorgehen in künftigen Managementprozessen abzuleiten.

Projektpublikationen

Hof, Christiane/Carstensen, Nina/Schleiff, Alrun (2013): Partizipation in regionalen Entscheidungsprozessen - Eine Analyse der Erwartungen an Partizipation, deren Formen und Möglichkeiten. In: Weber, Susanne Maria/Göhlich, Michael/Schröer, Andreas/Macha, Hildegard/Fahrenwald, Claudia (Hrsg.): Organisation und Partizipation - Beiträge der Kommission Organisationspädagogik. Wiesbaden: VS Verlag, S. 291-302


Carstensen, Nina (2014): "...neue Erkenntnisse habe ich eine ganze Menge" - eine empirische Studie zum Lernen in informellen Kontexten. Diss. Goethe-Universität Frankfurt 2014


Weiterbildung in der Region Flensburg. Eine Regionalstudie.

Laufzeit: 2009-2011

Leitung: Prof. Dr. Christiane Hof

Finanzierung: Lehrforschungsprojekt, finanziert durch Eigenmittel


Kurzdarstellung: Bildung und Weiterbildung gelten als wichtige Motoren für die Bewältigung der individuellen und sozialen Aufgaben, die im Kontext aktueller und gesellschaftlicher Veränderungsprozesse diagnostiziert werden. Die Bewältigung der Anforderungen einer modernen Wissensgesellschaft, der Globalisierung und Individualisierungsprozessen erfordert aber nicht nur bildungspolitischer Programme, sondern auch Entwicklungen auf der Ebene der Bildungspraxis.

Diese zeichnet sich in den letzten Jahren durch eine rasante Zunahme und eine wachsende Differenzierung von Weiterbildungsanbietern sowie durch die Etablierung unterschiedlicher Bildungslandschaften aus.

Ziel ist eine empirische Annäherung an die Bildungslandschaft der Region Flensburg. Durch die Analyse dieses Raums Lebenslangen Lernens soll Wissen für die professionelle Weiterentwicklung dieser Bildungsregion bereitgestellt werden.


Projektpublikationen:

Hof, Christiane (Hrsg.) (2014):

Weiterbildung in der Region Flensburg.

Flensburg: Flensburg University Press

Prekäre Kontinuitäten. Der Wandel von Bildungsgestalten im großstädtischen Raum in einer Phase der forcierten Institutionalisierung des Lebenslangen Lernens.

Projektleitung in der ersten Förderungsphase gemeinsam mit Prof. Dr. Jochen Kade; Finanzierung: DFG (Beendigung 2010)

Laufzeit: 2008 - 2015
Förderung: DFG
Projektleitung: Prof. Dr. Jochen Kade, Prof. Dr. Sigrid Nolda (Universität Dortmund)
Mitarbeiter/innen: Dipl.-Päd. Dr. Sascha Benedetti, Dipl.-Päd. Monika Fischer, Dr. Cornelia Maier-Gutheil

Studentische Hilfskraft: Elske Heinrich

Kurzdarstellung: Ausgehend vom Konzept des Lebenslangen Lernens als ein breites lebenslaufübergreifendes Spektrum formeller, informeller sowie nonformaler Lernorte und Lernpraktiken erforscht das Projekt in einer qualitativ-empirischen Längsschnittperspektive Bildungsprozesse Erwachsener. Mit dem Übergang von einem auf ausdifferenzierten Organisationen und Professionen basierenden Erziehungssystem zu einem stärker verzeitlichten System des bildungsübergreifenden Lebenslangen Lernens, sind gesteigerte Erwartungen an die lebenslange Lernbereitschaft Erwachsener verbunden ('Wissensgesellschaft'). Dabei ist der Lebenslauf das Gravitationszentrum des lebenslangen Lernens von der Kindheit über das Jugend-, Erwachsenen- bis ins hohe Lebensalter. Der Lebenslauf wird damit das zentrale Medium einer Vielfalt individueller Erziehungs-, Bildungs- und Lernprozesse. Dem einzelnen Individuum wird unter den Bedingungen des Lebenslangen Lernens aber nicht nur ein von ihm je individuell auszufüllender Handlungs- und Deutungsspielraum zur Gestaltung seiner Lern- und Bildungsprozesse bereitgestellt. Vielmehr werden ihm permanent Gestaltungs-, Strukturierungs- und Ordnungsleistungen abverlangt.
Das Projekt zielt auf die Rekonstruktion von Lern- und Bildungsprozessen Erwachsener in einer sich verändernden Gesamtordnung von Erziehung, Bildung und Lernen. Untersucht wird die Dynamik und der Wandel längerfristiger Lern- und Bildungsprozesse Erwachsener im großstädtischen Bildungsraum, wie sie sich aus individueller Perspektive bezogen auf die bildungsbiographisch relevanten möglichen Bildungswelten Professionalität, Bürgerschaftliches Engagement, Fremdsprachen, Stadt und Altern über einen Zeitraum von 25 Jahren entfalten. Diese Rekonstruktion erfolgt im Rückgriff auf eine zeitsensible Theorie der Bildungsbiographie, die bildungsbiographische Erzählungen als je gegenwartsbezogene Momentaufnahmen von in den Lebenslauf eingebetteten Biographisierungsprozessen und damit als Schlüssel zur Analyse des Lebenslangen Lernens versteht. Diese Biographisierungsprozesse verändern sich mit und in den sich ihrerseits wandelnden Kontexten des Lebensalters, der kollektiv-historischen Situation, der pädagogischen Institutionalisierungsformen sowie des erziehungswissenschaftlichen Diskurses.
Durch das Forschungsdesign einer qualitativen Wiederholungsstudie trägt das Projekt insbesondere dem Moment der Zeitlichkeit von Bildungsbiographien als Ausdruck sowie Motor der für moderne Gesellschaften charakteristischen Temporalisierung von Lern- und Bildungsprozessen Rechnung.

Veröffentlichungen im Projektkontext (bis 2011):

2011 Maier-Gutheil, C./Hof, Ch. (2011): The development of the professionalism of adult educators: a biographical and learning perspective. In: European Journal for Research on the Education and Learning of Adults, Vol.2, No.1, S. 75-88

2010 Hof, Ch./Fischer, M.E. (2010): Lifelong Learning as Continuity and Transformation. A Qualitative Longitudinal Study about Adults' Biographies of Learning. In: M. Horsdal (Ed.): Communication, Collaboration, Creativity. Researching Adult Learning. University of Southern Denmark Press, S. 37-51

Hof, Ch./Kade, J./Fischer, M.E. (2010): Serielle Bildungsbiographien - Auf dem Weg zu einem qualitativen Bildungspanel zum Lebenslangen Lernen. In: Zeitschrift für Pädagogik, Jg. 56, H. 3. S. 328-339.

2009 Hof, C./Kade, J. (2009): Prekäre Kontinuität. Das lebenslange Lernen aus biographietheoretischer Perspektive im Rahmen einer Follow-up-Studie. In:
Hof, C./Ludwig, J./Zeuner, C. (Hrsg.): Strukturen Lebenslangen Lernens. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, S. 150-160

Kade, J. /Hof, Ch. (2009): Die Zeit der (erziehungswissenschaftlichen) Biographieforschung. Theoretische, methodologische und empirische Aspekte ihrer Fortschreibung. In: Ecarius, J./Schäffer, B. (Hrsg.): Typenbildung und Theoriegenerierung. Methoden und Methodologien qualitativer Biographie- und Bildungsforschung. Opladen & Farmington Hills: Verlag Barbara Budrich, S. 145-167

2008 Kade, J./Hof, Ch./Peterhoff, D. (2008): Verzeitlichte Bildungsgestalten: Subjektbildung im Kontext des Lebenslangen Lernens. In: Report: Zeitschrift für Weiterbildungsforschung, 4, S. 9-22

2007 Kade, J./Hof, Ch. (2007): Biographie und Lebenslauf. Über ein biographietheoretisches Projekt zum lebenslangen Lernen auf der Grundlage wiederholter Befragungen. In: Felden, H. v. (Hrsg.): Perspektiven erziehungswissenschaftlicher Biographieforschung. Wiesbaden: VS Verlag, S. 159-176

Formen und Bedingungen des Lehrens in der Weiterbildung.

Eine online-Befragung der Lehrenden in der Region Trier.
Laufzeit: 2006/2007
Leitung: Dr. Prof. Christiane Hof
Finanzierung: Das Projekt wurde finanziert durch das rheinland-pfälzische Ministerium für Wissenschaft Weiterbildung Forschung Kultur.

Projektbericht:

Hof, Christiane/Schleiff, Alrun (2007): Lehrbedingungen in der Weiterbildung - erste Ergebnisse einer Online-Befragung. In: Weiterbildung 4/2007, S. 26-29

Empirische Analyse von Lernumgebungen in Kursen der Erwachsenenbildung.

Teilprojekt im Rahmen des BMBF-Projekt VaLe (Variation von Lernumgebungen und Lernerfolg).

Laufzeit: 2005

Leitung: Prof. Dr. Christiane Hof.

Kooperation: Das Projekt wurde in Kooperation mit der KBE und dem Lehrgebiet für Allgemeine Pädagogik der UniBwM durchgeführt.