Projekt "Erziehung, Bildung, Kolonialität"
Im Rahmen der Ausschreibung „Freiraum 2026“ der Stiftung „Innovation in
der Hochschullehre“ erhält das Lehrvorhaben „Erziehung, Bildung,
Kolonialität“ eine Förderung in Höhe von rund 157.000 Euro. In dem
Projekt kooperiert die Universität Hamburg (Prof. Dr. Sylvia
Kesper-Biermann) mit der Goethe-Universität Frankfurt (Prof. Dr. Bettina
Kleiner) sowie den Universitäten Yaoundé 1 und Garoua in Kamerun. Start
der Lehrveranstaltung ist das Wintersemester 2026/2027.
Genauere Infos: hier
Tagung
Bildung, Erziehung und Differenz im (extrem) rechten Gegenwind am 15.10. - 16.10.2026
Ziel ist es, mit Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Sektionen und
Kommissionen der DGfE über aktuelle gesellschaftliche und
wissenschaftsfeindliche Entwicklungen in einen Austausch einzutreten und
eigene Analysen zur Situation zu formulieren. So erhoffen wir uns das
Erschließen von breiteren Perspektiven, aber auch ein besseres
Verständnis gegenwärtiger gesellschaftlicher Transformationen und
Diskussionen und die Chancen auf eine sektions- und
kommissionsübergreifende Vernetzung.
Ort: Casino 1.801; Goethe-Universität Frankfurt am Main
Genauere Infos: hier
5. Februar 2025
Hashtag: #Wissenschaftsfreiheit
Die Wissenschaftsfreiheit ist mit Artikel 5, Absatz 3 des Grundgesetzes (GG) vor politischen Eingriffen geschützt und als Menschenrecht weltweit verbürgt. Sie bildet einen unverzichtbaren Bestandteil demokratischer Staaten und ihrer politischen Ordnung. Vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte muss diese Freiheit als unantastbares Fundament unserer Demokratie gewürdigt, verteidigt und stets neu verwirklicht werden. Jeder Eingriff in akademische Strukturen und die Freiheit der Forschung beschädigt nicht nur die wissenschaftlichen Institutionen und deren internationales Ansehen; es fügt auch der Demokratie als Ganzes erheblichen Schaden zu. Die Freiheit der Wissenschaft ist untrennbar mit der Freiheit der Gesellschaft verbunden, denn ohne sie gibt es weder Innovation noch Fortschritt – beides jedoch basiert auf Forschung.
Weiter auf der Seite des CGC lesen:
Wir, hessische Wissenschaftler*innen, Hochschulmitarbeiter*innen und Zentren der Geschlechterforschung, sind irritiert über das im Eckpunktepapier der zukünftigen hessischen Regierungskoalition notierte Vorhaben, einen allgemeinen Verzicht des „Genderns mit Sonderzeichen“ in öffentlich-rechtlichen Institutionen vorzuschreiben. Das Verbot einer inklusiven Sprache an Hochschulen stellt u.a. einen massiven Eingriff in die Wissenschaftsfreiheit dar und wird allein aus rechtlichen Gründen nicht umsetzbar sein. Wir erwarten von den zukünftigen Koalitionspartner*innen, von derart populistischen Ansinnen Abstand zu nehmen, den Passus zu streichen und für eine rechtskonforme Politik und eine demokratische, inklusive Wissenschaft und Gesellschaft einzutreten.
Weiter auf der Seite des CGC lesen:
https://cgc.uni-frankfurt.de/aktuelles/2023-11-23/statement-hessischer-wissenschaftlerinnen-hochschulmitarbeiterinnen-und-zentren-der
Bettina Kleiner spricht im Interview mit Hanning Voigts über die Idee von CDU und SPD, das Gendern mit Sonderzeichen zu untersagen.
Damit beschäftigt sich das Prinzip der „Lateral Violence“. Eine Expertin erklärt, welche Ursachen das Verhalten hat – und was man dagegen tun kann.
Foto: Kathleen Wohlrath