
Die systematische Reflexion und empirische Erforschung der Beziehungen zwischen Geschlecht und Begehren, gesellschaftlichen Verhältnissen sowie Erziehung, Sozialisation und Bildung bilden Lehr- und Forschungsschwerpunkte des Arbeitsbereichs. Geschlecht wird dabei nicht als reine Kategorie betrachtet, sondern in seiner historisch, lokal und kontextuell bedingten Verschränkung mit weiteren Herrschaftsverhältnissen. Im Zentrum einer geschlechtertheoretischen Analyseperspektive stehen dabei Wissenschaftskritik und Gesellschaftskritik wie auch empirische Analysen aktueller erziehungswissenschaftlicher Fragestellungen. Als Erkenntnistheorien werden bevorzugt poststrukturalistische, diskurstheoretische, affekttheoretische sowie queertheoretische, queer-feministische und feministische postkoloniale Perspektiven eingesetzt.
Lehr- und Forschungsschwerpunkte in unserem Arbeitsbereich sind: Subjektivierung, Bildung und Erziehung im Kontext von Geschlechterordnungen und ihrer Transformation; feministisch-postkolonial informierte Kritiken an westlichen Subjektphilosophien; Analysen des Verhältnisses zwischen Kolonialismus, Erziehung, Race und Geschlecht; Geschichte, Theorie und Praxis Sexueller Bildung; queer-feministische und postkoloniale Zugänge zum Erinnern und Vergessen; Impulse der Queer Theory für Erziehungstheorien; Lebenswelten queerer Menschen; affekttheoretisch informierte Analysen von Geschlechterinszenierungen in Sozialen Medien.