Arbeitsbereich Literalität und migrationsbedingte Mehrsprachigkeit

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Die Arbeitsgruppe Literalität und migrationsbedingte Mehrsprachigkeit beschäftigt sich mit sprachlicher Bildung in Migrationsgesellschaften. Im Fokus stehen die Wechselwirkungen von Sprache, Macht und sozialer Ungleichheit. Wir verbinden dabei kritische Perspektiven auf sprachliche Bildung mit einem machtsensiblen und interdisziplinären Zugang.

Grundschulforschung Literalität und migrationsbedingte Mehrsprachigkeit

Die Arbeitsgruppe Literalität und migrationsbedingte Mehrsprachigkeit widmet sich Fragen der sprachlichen Bildung im Kontext gesellschaftlicher Vielfalt, transnationaler Lebensrealitäten und migrationsbedingter Mehrsprachigkeit. Im Zentrum stehen die sozialen, politischen und institutionellen Bedingungen, unter denen Sprache im Bildungssystem zur Ressource oder Barriere wird.

Unsere Perspektive ist kritisch, interdisziplinär und machtsensibel: Wir verstehen Sprache nicht als neutrales Mittel der Kommunikation, sondern als gesellschaftlich konstituierte Praxis, die mit Normen, Ausschlüssen und Hierarchisierungen verbunden ist. Literalität begreifen wir als kulturell geprägte Fähigkeit, zu der die Zugangschancen ungleich verteilt ist – und deren Erwerb eng mit Fragen der Teilhabe, Anerkennung und Zugehörigkeit verknüpft ist.

Zentrale Schwerpunkte der Arbeitsgruppe sind:

  • Sprachliche Bildung und soziale Ungleichheit: Wir analysieren, wie sprachliche Anforderungen in Bildungsinstitutionen (z. B. frühkindliche Bildung, Schule, Hochschule) mit Selektionsmechanismen und Machtverhältnissen verknüpft sind.
  • Migrationsgesellschaftliche Mehrsprachigkeit: Im Fokus stehen Praktiken des Translanguaging, Fragen sprachlicher Identität sowie gesellschaftliche Bewertungen von Sprache und Mehrsprachigkeit in Bildungsprozessen.
  • Kritische Bildungsforschung und Inklusion: Unsere Arbeiten tragen zur Reflexion institutioneller Routinen, curricularer Vorgaben und professioneller Praktiken bei, die soziale Ungleichheit (re-)produzieren – oder ihr entgegenwirken können.
  • Kooperation mit Bildungsakteur:innen: In vielen unserer Projekte arbeiten wir partizipativ mit pädagogischen Fachkräften, Bildungseinrichtungen, Eltern und Jugendlichen zusammen, um Perspektiven aus der Praxis in die Forschung einzubeziehen.

Unser Ziel ist es, durch forschungsbasierte Analysen und bildungspolitische Interventionen zu einer reflexiven, diskriminierungssensiblen und sozial gerechten Bildungspraxis beizutragen.