Arbeitsbereich Schule und Jugend

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Im Zentrum des Arbeitsbereichs stehen Fragen der Teilhabe Jugendlicher unter Bedingungen von Krisenkonstellationen der Gegenwart

Teilhabe an gesellschaftlichen Institutionen und das Aufwachsen Jugendlicher gestaltet sich in Migrationsgesellschaften und unter Bedingungen der regressiven Demokratien sehr unterschiedlich aus. Derzeit werden in diesem Zusammenhang häufig transnationale Krisen genannt (wie Migration und Flucht, Krieg, Klimawandel, Diversifizierung und Digitalisierung), die bislang selbstverständlich geglaubte Annahmen über das Aufwachsen von Jugendlichen prekär werden lassen. Der Arbeitsbereich „Schule und Jugend“ untersucht die Teilhabebedingungen und -konstellationen, wie sie sich unter krisenhaften sozialräumlichen Bedingungen vollziehen. Dabei werden machtvolle Ordnungen und auch Erkenntnisbedingungen kritisch in den Blick genommen.

 

Ein weiterer Schwerpunkt des Arbeitsbereichs ist die Kasuistik. Kasuistik als Lehre vom Fall ist in erziehungswissenschaftlichen Zusammenhängen deshalb von Interesse, weil sie einen Brückenschlag zur Praxisverspricht, der gleichzeitig erkenntnisorientiert ist. In dieser Doppelkonstellation entsteht gleichzeitig eine Enttäuschungsanfälligkeit hinsichtlich der Anwendung von Praxis. Aus der Forschungsperspektive geht es darum, jeweilige Grenzen kasuistischer Ansätze in der Lehre auszuleuchten. In der Lehre geht es in kasuistischen Seminaren darum, Studierenden die Auseinandersetzung mit Grundfragen von Erziehungswissenschaft zu ermöglichen und sich forschend mit Grundfragen der Praxis und ihres künftigen Handlungsfeldes auseinanderzusetzen.