(Wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Zum 1. März 2026 hat Anne Piezunka die Professur Schulpädagogik mit Schwerpunkt Schulforschung an der TU Dresden übernommen.
Administratorin der Mailingliste "Forschung zu Pädagogischen Beziehungen" (Hinweise auf Konferenzen, Publikationen, etc.). Anmeldung hier.
| seit 03/2026 | Professur Schulpädagogik mit Schwerpunkt Schulforschung an der Technischen Universität Dresden |
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10/2023-03/2024 |
Vertretung der Professur Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Grundlagen der inklusiven Bildung und Sonderpädagogik an der Universität Münster |
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5/2020 - 02/2026 |
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sonderpädagogik bei Prof. Vera Moser |
| 9/2020- 02/2026 |
(zusätzlich) Professur an der Hochschule für Soziale Arbeit und Pädagogik in Berlin (in Teilzeit, entfristet) |
| 5/2020 - 12/2025 |
(zusätzlich) Gastwissenschaftlerin am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung |
| 5/2019 |
Promotion an der Stiftung Universität Hildesheim:"Ist eine gute Schule eine inklusive Schule? Entwicklung von Messinstrumenten durch Schulinspektionen" (summa cum laude) |
| 1/2018 - 8/2020 |
wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem Projekt "Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen" bei Prof. Annedore Prengel |
| 10/2016 - 12/2016 |
Gastwissenschaftlerin an der School of Education and Social Policy, Northwestern University |
| 05/2014 – 04/2017 |
Stipendiatin im Promotionskolleg "Bildungsintegration" an der Universität Hildesheim |
| 03/2013 – 04/2020 |
Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Projektgruppe "Nationales Bildungspanel: Berufsbildung und lebenslanges Lernen" am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung |
| 1/2010 - 02/2013 |
studentische Hilfskraft am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung |
| 10/2009 - 01/2012 |
Master "Soziologie - Europäische Gesellschaften" an der Freien Universität Berlin |
| 10/2009 - 09/2010 | Bachelor „Spanische Philologie / Sozialkunde“ auf Lehramt an der Freien Universität Berlin |
Neben Ihrer Tätigkeit an der Goethe-Universität Frankfurt hat Dr. Anne Piezunka auch eine Professur in Teilzeit an der Hochschule für Soziale Arbeit und Pädagogik in Berlin inne. Auf dieser Seite sind die Forschungsprojekte aufgeführt, die im Zusammenhang mit Ihrer Tätigkeit an der Goethe-Universität stehen.
Dimensionen seelischer Gewalt in pädagogischen Settings. Theoretische Bestimmungen und empirische Analysen
Kurzbeschreibung: In pädagogischen Settings kommt es häufig zu seelischer Gewalt, die von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften gegenüber Kindern und Jugendlichen ausgeübt wird. Eine Erforschung des Phänomens ist von hoher Relevanz, da das Erfahren von seelischer Gewalt weitgehende Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche haben kann. In der Kampagne des Kinderschutzbundes „Gewalt ist mehr als du denkst“ zeigt sich die Aktualität und Brisanz des Themas ebenso, wie die Diffusität hinsichtlich der Frage, wer die Deutungshoheit darüber hat, was in pädagogischen Settings eine Form von Gewalt darstellt.
Zu dem Phänomen der seelischen Gewalt gibt es bislang kaum etablierte theoretische Bestimmungen. Die vereinzelten Auseinandersetzungen im erziehungs- und sozialwissenschaftlichen Diskurs wurden noch nicht systematisch aufeinander bezogen. Dieses Desiderat soll über das hier beantragte Netzwerk bearbeitet werden. Das interdisziplinär ausgerichtete Netzwerk soll dazu beitragen, verschiedene Dimensionen des Phänomens seelische Gewalt herauszuarbeiten, und zu einer Theoriebildung beitragen. Durch die Einbeziehung von verschiedenen theoretischen und methodischen Zugängen versprechen wir uns, bislang unbekannte Spannungsfelder offenzulegen. Es werden drei Schwerpunkte in den Blick genommen: 1. (Vorhandene) normative Positionierungen, 2. Formen seelischer Gewalt und 3. Professionstheoretische Perspektiven (und Einordnungen).
Das in den Erziehungswissenschaften verortete Netzwerk strebt eine interdisziplinäre Auseinandersetzung an. Daher sind u.a. Forscher_innen aus der Sozialen Arbeit, der Sozialpsychologie, den Rechtswissenschaften, der Sozialphilosophie, der Sonderpädagogik, der Schulpädagogik sowie der Soziologie beteiligt. Die Mitglieder des Netzwerks verfügen über Forschungserfahrung zu seelischer Gewalt oder verwandten Themen. Durch verschiedene Formate, z.B. gemeinsame Auswertungen von bereits vorhandenen Datensätzen im Rahmen von Kleingruppen sowie Austausch mit (inter-)nationalen Expert_innen, sollen die Mitglieder des Netzwerks sowohl auf theoretischer als auch empirischer Ebene neue Erkenntnisse gewinnen.
Laufzeit: 1.3.2024 - 28.2.2027
Projektkoordination: Anne Piezunka und Sophia Richter
Antragstellung: Anne Piezunka in Kooperation mit Prof. Dr. Sophia Richter (PH Vorarlberg) und Dr. Marlene Kowalski
Im Dezember 2024 wurde das Netzwerk als Projekt im Schwerpunkt "Professionalisierung" im IDeA-Zentrum aufgenommen. Mehr Informationen unter: https://idea-frankfurt.eu/projekte/disegel/
Im Mai 2024 fand das erste Treffen des DFG-Netzwerks statt. Im Mittelpunkt stand das bessere Kennelernen sowie Überlegungen zur zukünftigen Zusammenarbeit. Einen wichtigen Input aus rechtlicher Perspektive gab Dr. Joshua Moir (ehemals WZB). Mehr Infos auch in der Pressemitteilung der Goethe-Universität.
Vom 09.10.2024 bis zum 11.10.2024 haben sich die Mitarbeitenden des DFG-Netzwerks zu einer Arbeitstagung in Berlin und Reckahn getroffen. Interessante inhaltliche Impulse gab es von Dr. Marlene Kowalski (Diakonie Berlin), der Related Crew (ein Projekt von Schüler:innen aus Berlin, das sich gegen intersektionale Benachteiligung richtet), Dr. Dietrich Schotte (Universität Regensburg) und Prof. Dr. Annedore Prengel (Universität Potsdam/ Goethe-Universität Frankfurt am Main).
Marlene Doktor
Doktorandin an der Universität Leipzig und Sonderpädagogin an einer Schule in Berlin
Marina Fischer
Gastwissenschaftlerin am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Doktorandin an der Charité - Universitätsmedizin Berlin und Mitarbeiterin bei Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt e.V.
Bianca Nagel
Lehrbeauftragte an der Alice-Salomon-Hochschule
Scarlett Kobs
Post-Doc an der Universität Potsdam
Svenja Marks
Referentin für Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Arbeitsstab der Unabhängigen Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (UBSKM) im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) in Berlin, Promovierende an der Universität Kassel.
Joshua Moir
(ehemaliger) Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Milena Noll
Professur für Kinderschutz in der Sozialen Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences
Anne Piezunka
Post-Doc an der Goethe-Universität Frankfurt und Professur an der Hochschule für Soziale Arbeit und Pädagogik Berlin
Sophia Richter
Professur an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg in Österreich
Ulrike Sell
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Goethe-Universität Frankfurt und PD Dr.in habil
Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg
Marcel Veber
Professur an der Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau
Meike Wittfeld
Post-Doc an der Universität Duisburg-Essen
Kurzbeschreibung: Im Rahmen der Corona-Pandemie haben digitale Lernsettings an Relevanz gewonnen und es ist davon auszugehen, dass bestimmte Formate, z.B. Lernplattformen wie Moodle, auch zukünftig genutzt werden, um Lernprozesse zu begleiten. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Frage, welche Dynamiken sich in Bezug auf die Gestaltung von pädagogischen Beziehungen im digitalen Raum mit besonderem Fokus auf die Nutzung von digitalen Lernplattformen zeigen.
Ziele der Arbeitsgruppe waren u.a. die Vernetzung von Forscher_innen zu den Themen „digitale Lernsettings/ Datafication“ sowie „pädagogische Beziehungen“ innerhalb der deutschsprachigen scientific community und das Ermöglichen eines Austauschs zwischen Forschung und Praxis durch die Durchführung von Workshops. Die Workshops beinhalteten Impulse durch Prof. Dr. Annedore Prengel (ehemals Universität Potsdam), Prof. Dr. Juliane Jarke (Universität Graz), Prof. Dr. Hendrik Drachsler (DIPF) und Theresa Ruwe (Doktorandin an der HU Berlin).
Im Rahmen der Arbeitsgruppe wurden von den Studierenden Frederik Busse, Malena Laguna, Can Oral, Eric Perl und Josephine Schöneberger fünf Interviewstudien mit je unterschiedlichen Fragestellungen durchgeführt. Die so entstandenen Rohdaten (Interview-Transkripte) stehen unter dem Projektnamen „Pädagogische Beziehungen in digitalen Settings“ (BeziSe) beim Verbund Forschungsdaten Bildung für Sekundäranalysen bereit (Link).
Laufzeit: 11/2022 – 03/2024
Projektkoordination: Dr. Anne Piezunka, Dr. Julia Frohn, Prof. Dr. Vera Moser und Jola Vollmer
Finanzielle Förderung: Dekanat des Fachbereichs Erziehungswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt a.M.
Auswahl:
Piezunka, Anne; Moser, Vera (im Druck): Diversität sichtbar machen - Evaluation von Schulen durch Schulinspektionen. Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management.
Piezunka, Anne; Matysiak, Josefine (2025): Discrimination by Teachers Against Students - Sensemaking in Light of a Reporting Obligation. On_Education.
Forde, Deirdre, Gündes, B., Piezunka, A., Mcelheron, T., & Espily, M. S. (2025). Children's well being in inclusive education. https://all-means-all.education/
Piezunka, A., Prengel, A., Diers, M., & Lambrecht, J. (2025). Qualität pädagogischer Beziehungen reflektieren: 50 Karten mit Denkfragen für die Praxis. Beltz Verlag.
Matysiak, Josefine; Piezunka, Anne; Montero, Clara (2023): Quo vadis, ‚Migrationshintergrund'? – Herausforderungen der empirischen Forschungspraxis. In: Zeitschrift für erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung 2 (2), S. 190–207. DOI: 10.3224/zem.v2i2.06.
Piezunka, Anne; Vollmer, Jola (2023): Seelische Gewalt im Kontext von Unterrichtsstörungen. In: Sophia Richter (Hg.): Unterrichtsstörungen und Konflikte im schulischen Feld. Pädagogische Perspektiven. 1. Auflage. Leverkusen: Verlag Barbara Budrich (Pädagogische Einsichten, 3).
Piezunka, A. (2023). Seelische Verletzungen in der Gestaltung pädagogischer Beziehungen. In N. Leonhardt, A. Goldbach, L. Staib, S. Schuppener & V. Böhm (Hrsg.), Macht in der Schule: Wissen - Sichweisen - Erfahrungen (S. 218–230). Bad Heilbrunn.
Piezunka, A. (2023). Schulinspektionen und Inklusion – Inhalte und Entwicklung von Messinstrumenten im Bundesländervergleich. Hildesheimer Beiträge zur Schul- und Unterrichtsforschung. https://doi.org/10.18442/hibsu-5
Piezunka, A. & Frohn, J. (2022). Nähe auf Distanz? Zur Gestaltung von Lehrkraft-Schüler*innen-Beziehungen während der Corona-Pandemie. Empirische Pädagogik, 36(2), 130–144.
Bezem, P., Piezunka, A. & Jacobsen, R. (2022). School Inspectors' Decision-making: Evidence from a Comparative Perspective. Leadership and Policy in Schools. Vorab-Onlinepublikation. https://doi.org/10.1080/15700763.2022.2129073
Piezunka, A. (2020). Ist eine gute Schule eine inklusive Schule? Entwicklung von Messinstrumenten durch Schulinspektionen. Bad Heilbrunn: Klinkhardt Verlag.
https://www.klinkhardt.de/newsite/media/20200326_9783781557994_bf.pdf
Piezunka, A. (2019). Struggle for acceptance: Maintaining external school evaluation as an institution. Historical Social Research (44).
hier abrufbar
Piezunka, A., Gresch, C., & Wrase, M. (2018). Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention: Möglichkeiten und Grenzen beim Monitoring von Menschenrechten mit Blick auf die Einzelschulebene. Zeitschrift für Inklusion Online.
Piezunka, A., Schaffus, T., & Grosche, M. (2017). Vier Verständnisse von schulischer Inklusion und ihr gemeinsamer Kern: Ergebnisse von Experteninterviews mit Inklusionsforscherinnen und -forschern. Unterrichtswissenschaft. (4), 207–222.
hier abrufbar
Piezunka, A., Gresch, C., Sälzer, C., & Kroth, A. (2016). Identifizierung von Schülerinnen und Schülern nach Vorgaben der UN-BRK in bundesweiten Erhebungen: Sonderpädagogischer Förderbedarf, sonderpädagogische Förderung oder besondere Unterstützung? Zeitschrift für Pädagogik. (62), 190–211.
Am 26.09. hat Anne Piezunka bei der Kinder-Uni der Goethe-Uni Ergebnisse aus ihrer Forschung vorgestellt. Es ging unter anderem um die Frage, wie Lehrkräfte die pädagogische Beziehung zu ihren Schüler_innen gestalten und inwiefern Schüler_innen auch Erfahrungen von seelischer Gewalt im Klassenzimmer machen. Anne Piezunka hatte viele Beispiele aus dem Schulalltag dabei und diskutierte mit den Kindern, wie man sich bei Problen verhalten sollte – und darüber, wie man nette Lehrkräfte auch mal lobt.

Familienministerin Lisa Paus hat am 14. September 2023 im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) junge Forschende getroffen und mit ihnen über ihre Forschung zu Zivilengagement und Ehrenamt, Kinder- und Gewaltschutz, Geschlechtergerechtigkeit, Diskriminierung und Reproduktion gesprochen.