Gefördert von:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Laufzeit:
Februar 2013 - Januar 2016
Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Sabine Andresen (s.andresen@em.uni-frankfurt.de)
Wissenschaftliche Mitarbeiterin:
Nora Iranee (Iranee@em.uni-frankfurt.de) u. Stephanie Meiland (Meiland@em.uni-frankfurt.de)
Studentische Hilfskraft:
Charlotte Busch und Natalie Povolny
Kurzdarstellung:
Ausgehend von einem Konzept der Vulnerabilität in der Kindheit, zielt das Forschungsinteresse des Projektes darauf, die Alltagserfahrungen sowie Erfahrungsräume von Kindern zu untersuchen. Der Blick richtet sich somit auf das gesamte schulische und außerschulische Umfeld der Kinder, d.h. auf die sozialräumlichen Strukturen ihres Lebens und ihrer relevanten Beziehungen zu anderen Kindern und Erwachsenen. Vulnerabilität wird dabei als ein mehrdimensionales Konzept gefasst. Im Rahmen dieser Untersuchung geht es vor allem um zwei Dimensionen: den Alltag, der von Armut mitgeprägt istsowie um Grenzverletzungen gegenüber Kindern. Gerade in der internationalen Forschung zu Vulnerabilität richtet sich das Interesse bezogen auf die relevanten Erwachsenen, mit denen Kinder leben, auf ihr Wissen über Grenzverletzungen und auch sexualisierte Gewalt sowie ihre Haltungen gegenüber entsprechender Präventions- und Schutzkonzepte.
Erhoben werden daher die Sichtweisen aller beteiligten Akteur*innen, der Kinder, ihrer Eltern sowie Lehrkräfte, pädagogischen Fachkräfte und Ehrenamtlichen. Das Projekt fokussiert damit übergreifend z.B. folgende Fragen:
Untersuchungsdesign:
Den Ausgangspunkt für die qualitative Datenerhebung bilden zwei Stadtteile in einer Großstadt in Westdeutschland, die nach Daten des sozialen Monitorings als belastet ausgewiesen sind. Ziel ist es, das gesamte Umfeld, in dem sich die Kinder aufhalten sowie ihren Alltag mit seinen sozialen Praktiken und Erfahrungsräumen zu untersuchen. Zudem sollen die Sichtweisen aller beteiligten Akteur*innen (Kinder, Eltern, Professioneller sowie Ehrenamtlicher) rekonstruiert werden. Auf Basis intensiver, teilnehmender Beobachtung und qualitativer Einzelinterviews gilt es eine Art psychosoziale „Kartographie“ der schulischen und außerschulischen Kontakte von Kindern in einem von Armut mitgeprägten Kontext zu entwerfen, um damit die spezifische Vulnerabilität in der Kindheit aufzuzeigen.