Die Studie zielt auf die Rekonstruktion der
Spezifik gedenkstättenpädagogischer Angebote für (Grundschul-)Kinder und
liefert damit eine Grundlage für die Weiterentwicklung der
Gedenkstättenpädagogik für Kinder sowie für eine Didaktisierung des
außerschulischen historisch-politischen Lernens im Kontext der Grundschule. Die
historisch-politische Bildungsarbeit in NS-Gedenkstätten wird aktuell von drei
Entwicklungen bestimmt: Erstens steigt ihre bildungspolitische Relevanz u.a.
als Reaktion auf eine Zunahme von Rechtspopulismus, Rechtsextremismus,
Nationalismus und Antisemitismus, wobei die meist schulisch gerahmten Besuche
am außerschulischen Lernort NS-Gedenkstätte mit hohen Wirkungserwartungen
verknüpft sind. Zweitens stehen NS-Gedenkstätten angesichts des sogenannten
‚Ende der Zeitzeugenschaft‘ vor einem erinnerungskulturellen Wandel und
drittens werden zunehmend auch (Grundschul-)Kinder von NS-Gedenkstätten als
Besucher:innen adressiert. Dabei werden sie sowohl im grundschul- als auch im
gedenkstättenpädagogischen Diskurs als besondere, vulnerable Klientel
beschrieben, die hinsichtlich einer Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte
spezifisch zu berücksichtigen seien. Veröffentlichte Konzeptionen zur
Gedenkstättenarbeit mit Kindern liegen bislang allerdings nicht vor. Für
eine Didaktisierung fehlt insbesondere ein empirisches Wissen über die
besonderen Merkmale und Handlungsanforderungen, die mit diesen neuen
gedenkstättenpädagogischen Angeboten für (Grundschul-)Kinder verbunden und die
zugleich in die hohen Wirksamkeitserwartungen an eine sich wandelnde
Gedenkstättenarbeit eingelassen sind. An diese Leerstelle schließt das
Forschungsvorhaben zu gedenkstättenpädagogischen Angeboten für
(Grundschul-)Kinder an. Mit einem ethnografischen Forschungsansatz wird herausgearbeitet, wie
Erinnerung an die NS-Vergangenheit im praktischen Vollzug
gedenkstättenpädagogischer Angebote prozessiert wird. Die praxeologische
Forschungsperspektive berücksichtigt die sinnlich wahrnehmbare Materialität von
NS-Gedenkstätten und impliziert ein Verständnis gedenkstättenpädagogischer
Angebote als sozio-materielle Arrangements. Das Forschungsinteresse richtet
sich auch auf die Frage, wie (Grundschul-)Kinder als Besucher:innen adressiert
werden, womit die Studie an die kindheitstheoretische Forschung anknüpft, in
der pädagogische Situationen hinsichtlich generationierender Praktiken
untersucht werden. Für einen kontrastierenden Vergleich werden in der Studie
gedenkstättenpädagogische Angebote für (Grundschul-)Kinder von drei
verschiedenen Gedenkstätten berücksichtigt, die hinsichtlich ihres historischen
Tatbezuges variieren. Als weiteres Kontrastmoment werden sowohl schulisch als
auch nicht-schulisch gerahmte Angebote ins Sampling aufgenommen, um die
Relevanz des schulischen Kontextes für die inhaltliche Auseinandersetzung am
außerschulischen Lernort NS-Gedenkstätte auszuloten.
Aus einer kindheits- und
geschlechtersoziologischen Perspektive wird die Fragestellung in den Blick
genommen, wie Geschlecht und Kindheit und dessen Zusammenspiel im Film
konstruiert werden? Die sogenannte ‚neue‘ Kindheitsforschung untersucht, wie
Kindheit hergestellt bzw. praktiziert wird. Dabei knüpft die Untersuchung der
generationalen Ordnung an die „feministische Analyse und Kritik der
Geschlechterverhältnisse an“ (Buschmeyer/Schutter/Kortendiek 2016, S. 8).
Gleichwohl stellt eine Kindheitsforschung, die Generation und Gender
intersektional untersucht, bislang eine Seltenheit dar (vgl. ebd.). Das
Potenzial in der Untersuchung von Gender und Generation als intersektionale
Differenzkonstruktionen besteht insbesondere darin, einen spezifischen Blick
auf die agency von Kindern einnehmen zu können. Es stellt sich die zentrale
Frage, inwieweit ist agency nicht nur von der Position von Kindern im
generationalen Verhältnis, sondern auch von der Position von Kindern im
Geschlechterverhältnis bestimmt? Diese intersektionale Perspektive wird im
Rahmen eines Lehrforschungsprojektes zu Gender und Kindheit im Film
herangezogen, welches das Medium Film, im Sinne eines kasuistischen Ansatzes,
zum Fallgeber macht (vgl. Breidenstein 2022; Proske et. al. 2020, 269; Meier
2020; Hummrich/Meier 2016). Demnach werden die unterschiedlichen Befunde einer
fehlenden Relationierung von Geschlecht und Kindheit mit einem
hochschuldidaktischen, innovativen Ansatz der Kasuistik verknüpft. Ausgehend
von diesen Lehrveranstaltungen wird eine digitale Lehr-/Lernumgebung zum Thema
„Kindheit und Gender im Filmen“ erarbeitet.
Das Lehrforschungsprojekt begleitet Grundschulkinder bei der digitalen Interaktion zu Stadtgeschichte und Museumskultur und will eine digitale Auseinandersetzung mit dem geplanten Olper Stadtmuseum anregen. In einem schulischen Angebot werden Studierende mit Schüler:innen gemeinsam die Stadt Olpe und das Leben in Olpe thematisieren und eine virtuelle Ausstellung dazu planen und präsentieren. Die Schüler:innen erproben dabei digitale Präsentationsmöglichkeiten im virtuellen Raum (z.B. Nutzung von virtuellen Kommunikationsplattformen wie dem Projektkanal auf Instagram®) sowie die Anwendung technischer und digitaler Tools (z.B. für Foto- und Filmbearbeitungstechniken). Wir werden gemeinsam Foto- und Videomaterial erarbeiten, in welchem sich die Kinder mit ihrem Wohnort und der Olper Stadtgeschichte auseinandersetzen. Die Ergebnisse werden online über die Projekthomepage und soziale Netzwerke für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Die Veröffentlichung soll auch Olper Bürger:innen dazu einladen, sich an dem Projekt zu beteiligen und auf die digitale Ausstellung zu reagieren. Die Schüler:innen können partizipativ an der Präsentation ihres Heimatortes mitwirken, indem sie eigene Ideen, Wünsche und Fragen zu möglichen Ausstellungsinhalten und -angeboten einbringen oder Vorschläge von Anderen aufgreifen und mitgestalten. Die Planungs- und Durchführungsphasen werden wissenschaftlich durch teilnehmende Beobachtungen und Interviews begleitet. Auf didaktischer Ebene kann beispielsweise danach gefragt werden, wie Studierende digitale Unterrichtsangebote planen, wie diese Unterrichtsangebote von den Schüler:innen bearbeitet werden und inwiefern sie dabei mit den Herausforderungen einer zunehmend globalisierten, digitalisierten und sich immer schneller verändernden Welt umgehen. Aus sachunterrichtsdidaktischer und grundschulpädagogischer Perspektive sind beispielsweise Fragen nach der Anschaulichkeit von Orten und Dingen in digitalen Museumsbesuchen von Interesse, die sich in veränderten Handlungspraxen von Lernenden und Lehrenden in der Auseinandersetzung mit außerschulischen Lernorten zeigen können.
Durch bewusstes sprachförderndes Handeln der Pädagoginnen in verschiedenen Settings (z.B.: im Alltag für alle Kinder, auf der Grundlage von Sprachstandsdiagnostik); Durch sprachanregende Impulse (Stimulierungstechniken), Durch sprachfördernde Anreicherungen (Modellierungstechniken), Durch individuell angepasste Sprachförderung (Förderplanung)
Der Fokus des Forschungsprojekts FASAN liegt auf der übergreifenden Frage, wie fachliche Inhalte im inklusiven Sachunterricht/in heterogenen Lerngruppen im Sachunterricht verhandelt werden. Ziel ist es dabei, Rückschlüsse für eine inklusive Sachunterrichtsdidaktik zu ziehen – insbesondere vor dem Hintergrund eines Teilhabeanspruchs aller Kinder und in Bezug auf einen fachbezogenen Austausch.
TRIO ist ein seit dem 01. November 2015 vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) gefördertes BiSS-Entwicklungsprojekt in der Elementar- und Primarstufe, das alltagsintegrierte sprachliche Bildung mit der zusätzlichen Sprachförderung in Kleingruppen verknüpft.
BISS ist eine wissenschaftlich begleitete, gemeinsame Initiative des Bundes und der Länder zur Sprachförderung im Elementarbereich, in der Primar- und Sekundarstufe.
EpFL Mint ist eine Studie zur Analyse typischer Entwicklungsverläufe in der Professionalisierung von Fach- und Lehrkräften in der frühpädagogischen MINT-Bildung. Sie wird gefördert von der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“.
Im Projekt Level - Lehrerbildung vernetzt entwickeln arbeiten Beteiligte der Lehrerbildung aus verschiedenen Fächern und Ausbildungsphasen gemeinsam an innovativen, videobasierten Lehr-Lern-Formaten und erforschen begleitend dazu deren Wirkungen.
Aus diesem Arbeitsbereich heraus wird werden Konzepte für die digitale ePortfolioarbeit entwickelt und beforscht.
Die BiSS-Initiative (Bildung durch Sprache und Schrift) – ein fünfjähriges bundesweites Forschungs- und Entwicklungsprogramm im Bereich Sprachförderung, -diagnostik und Leseförderung – ist mit dem Ziel ins Leben gerufen worden, einerseits dem hohen Bedarf an effektiver Sprachbildung und -förderung nachzukommen und andererseits die noch diffuse Forschungslage zu verbessern, denn aus wissenschaftlicher Sicht ist noch eine Reihe von zentralen Fragen ungeklärt.