Dr. des. Irina Landrock

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

  • Didaktik des Sachunterrichts
  • Qualitative Forschung in pädagogischen Kontexten 
  • Lehren und Lernen an außerschulischen Lernorten
  • Gedenkstättenpädagogik für Kinder
  • Thematisierung des Nationalsozialismus mit Grundschulkindern
  • Historisch-politische Bildung für Kinder
  • Problemfelder schulischer Leistungsbeurteilung
  • Forschungsnahes Lernen in Praxisphasen des Lehramststudiums 

Akademischer Werdegang 

seit 10/2025

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Sachunterricht am Institut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe, Goethe-Universität Frankfurt


10/2022 - 09/2025

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt "Gedenkstättenpädagogische Angebote für (Grundschul-)Kinder als sozio-materielle Arrangements", Universität Siegen


09/2018 - 09/2022

Wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Lehrstühlen für Didaktik des Sachunterrichts sowie Schul- und Unterrichtsentwicklung in der Grundschule und Gender Studies, Universität Siegen


11/2016 - 08/2018

Wissenschaftliche Hilfskraft in der AG Grundschulpädagogik am Department für Erziehungswissenschaft und Psychologie, Universität Siegen


11/2014 - 04/2016

Studentische Hilfskraft in der AG Grundschulpädagogik am Department für Erziehungswissenschaft und Psychologie, Universität Siegen

Akademische Ausbildungen und Abschlüsse 

10/2018 - 09/2025

Promotion im Fach Erziehungswissenschaft an der Universität Siegen (Note: magna cum laude), Titel der Dissertationsschrift: "Einhegung thematischer Kontingent - Ethnografie gedenkstättenpädagogischer Praxis mit Kindern"


10/2016 - 07/2018

Master of Education für das Lehramt an Grundschulen in den Fächern Sprachliche Grundbildung, Mathematische Grundbildung, Sachunterricht und Bildungswissenschaften mit integrierter Förderpädagogik (Note: 1,14)


10/2013 - 09/2016

Bachelor of Arts für das Lehramt an Grundschulen in den Fächern Sprachliche Grundbildung, Mathematische Grundbildung, Sachunterricht und Bildungswissenschaften mit integrierter Förderpädagogik (Note: 1,43)

Auszeichnungen und Stipendien

11/2018

Waxmann-Preis der Bildungsforschung 2018 für die Masterarbeit zum Thema "Historisches Lernen von Kindern im Kontext des inklusive Sachunterrichts - Eine qualitative Einzelfallstudie zum Lernort Gedenkstätte"


10/2016 - 09/2018

Stipendiatin des Studienförderfonds Siegen e.V. (Deutschlandstipendium)


04/2014

Studienpreis DistancE-Learning 2014, 2. Platz in der Kategorie "Fernlernerin des Jahres"

Werdegang und Weiterbildungen vor dem Studienabschluss

12/2017 - 08/2018

Vertretungslehrkraft, Gemeinschaftsgrundschule Kaan Marienborn

11/2011 - 09/2013

Hausaufgabenbetreuung in der Offenen Ganztagsgrundschule, Wilnsdorf-Rudersdorf

01/2010 - 05/2013

Allgemeine Hochschulreife (Abitur für Externe) am Institut für Lernsysteme, Hamburg (Note: 1,4)

0172005 - 09/2010

Sekretärin im Ingenieurbüro Frisch, Wilnsdorf

07/2007 - 10/2008

Fernlehrgang "Geprüfte Buchhalterin SGD", Studiengemeinschaft Darmstadt

08/2002 - 08/2004

Fernlehrgang "Geprüfte Sekretärin SGD", Studiengemeinschaft Darmstadt

01/1997 - 12/2004

Elternzeit

Flügel, Alexandra/Gruhn, Annika/Landrock, Irina/Lange, Jochen/Müller-Naendrup, Barbara/Wiesemann, Jutta u.a. (Hrsg.) (2024): Grundschuforschung meets Kindheitsforschung reloaded. Bad Heilbrunn: Klinkhardt. 

Wiesemann, Jutta; Flügel, Alexandra; Brill, Swaantje; Landrock, Irina (Hrsg.) (2020): Orte und Räume der Generationenvermittlung – Zur Praxis außerschulischen Lernens von Kindern. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

Flügel, Alexandra & Landrock, Irina (2025 i.E.): Das Zusammenspiel von Interaktionsordnung und inhaltlicher Kontingenz – interferierende Praktiken im gedenkstättenpädagogischen Angebot für Kinder. In: Meseth, Wolfang/Kiesel, Doron/Riepenhausen, Johannes/Thimm, Susanne (Hrsg.): ‚Erziehung nach Auschwitz‘ in der Gegenwart. Weinheim: Beltz Juventa.

Flügel, Alexandra & Landrock, Irina (2025): Zur Konstrktion von Kindheit in gedenksättenpädagogischen Angeboten für Kinder im Grundschulalter. In: Braband, Janne/Cheema, Saba-Nur/Goldhorn, Yasmine/Körber, Karen/Körs, Anna/Kunze, Susanna/Rensch-Kruse, Benjamin (Hrsg.): Antisemitismus in der Kindheit. Differenzkonstruktionen in pädagogischen Kontexten. Bielefeld: transcript, S. 179, 194.

Landrock, Irina & Flügel, Alexandra (2021): Demokratielernen an NS-Gedenkstätten? Perspektiven auf einen außerschulischen Lernort. In: Simon, Toni (Hrsg.): Demokratie im Sachunterricht – Sachunterricht in der Demokratie. Beiträge zum Verhältnis von Demokratie(lernen) und Sachunterricht(sdidaktik). Wiesbaden: Springer VS, S. 117-129.

Flügel, Alexandra & Landrock, Irina (2020): Zwischen Teilnehmerorientierung und Sache – Kinder am außerschulischen Lernort NS-Gedenkstätte. Zeitschrift für interpretative Schul- und Unterrichtsforschung (ZISU), Jg. 9 (2020), S. 65-79. 

Landrock, Irina (2020): Children at NS Memorial Sites. In: Gröger, Martin/Prust, Christian/Flügel, Alexandra (Hrsg.): Cultural Appropriation of Spaces and Things. Siegen: universi, S. 157-170.

Landrock, Irina (2020): „So, jetzt ist später!“ – Eröffnung eines mehrdimensionalen Perspektivraums im Kontext historisch-politischen Lernens von Kindern am außerschulischen Lernort NS-Gedenkstätte. In: Beyer, Lena; Gorr, Claudia; Kather, Caroline; Komorek, Michael; Röben, Peter & Selle, Simona (Hrsg.): Orte und Prozesse außerschulischen Lernens erforschen und weiterentwickeln. Münster: LIT-Verlag, S. 101-110.

Flügel, Alexandra & Landrock, Irina (2019): Kinder am außerschulischen Lernort NS-Gedenkstätte – Zur Verhältnisbestimmung zwischen außerschulischem Lernort und Schule. In: Hartinger, Andreas; Franz, Ute; Knoerzer, Martina & Förster, Lars (Hrsg.): GDSU-Journal Juni 2019, Heft 9, S. 58-70.

2024

Vergangenheitsdeutungen in der gedenkstättenpädagogischen Bildungsarbeit mit Kindern. 28. Jahrestagung der GDSU (Mit Sachunterricht Zukunft gestalten? – Herausforderungen und Potenziale im Kontext von Komplexität und Ungewissheit), Leibniz Universität Hannover (März 2024).

Flügel, Alexandra & Landrock, Irina: Gedenkstättenpädagogische Angebote für (Grundschul-) Kinder – Praktiken des Erinnerns und Adressierungen im sozio-materiellen Arrangement (gemeinsam mit Alexandra Flügel). Eine Veranstaltung der Jüdischen Akademie in Kooperation mit dem Lehr- und Forschungsforum ‚Erziehung nach Auschwitz' (Gedenkstätten – Museen – außerschulische Jugendbildung. Pädagogische Einrichtungen im Kontext erinnerungskultureller Konfliktlagen), Goethe-Universität Frankfurt (Februar 2024). 

2022

“Wir sind jetzt hier mittendrin“ – Zur Herstellung von Gegenwartsbezügen in der gedenkstättenpädagogischen Bildungsarbeit mit Kindern (gemeinsam mit Alexandra Flügel)30. Jahrestagung der DGfE-Kommission Grundschulforschung und Pädagogik der Primarstufe (Nachhaltige Bildung in der Grundschule), Universität Regensburg (September 2022).

2021

Einführung in die Grounded Theory Methodologie. Online-Workshop im Kontext des Forschungsprojekts: Unterrichtsentwicklung in der Sekundarstufe I digital und inklusiv durch Research Learning Communities (UDIN), Juli 2021).

Kinder am außerschulischen Lernort NS-Gedenkstätte (gemeinsam mit Alexandra Flügel). Grazer Grundschulkongress (Qualität von Schule und Unterricht, Online-Kongress (Juli 2021).

2019

Die NS-Gedenkstätte als außerschulischer Lernort im Sachunterricht – Brüche und Brücken (gemeinsam mit Alexandra Flügel). GDSU-Tagung (Brüche und Brücken – Übergänge im Kontext des Sachunterrichts), Leuphana Universität Lüneburg (März 2019).

„Warum sieht das jetzt so aus?“ - NS-Gedenkstätten als außerschulische Lernorte für Kinder (gemeinsam mit Alexandra Flügel)28. Jahrestagung der Kommission Grundschulforschung und Pädagogik der Primarstufe (Eine Schule für alle – 100 Jahre Grundschule – Mythen, Widersprüche, Gewissheiten), Universität Erfurt (September 2019).

2018

Historisches Lernen von Kindern am außerschulischen Lernort NS-Gedenkstätte. GINT-Tagung 2018 (Orte und Prozesse außerschulischen Lernens erforschen und weiterentwickeln), Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg (August 2018).

Kinder am außerschulischen Lernort NS-Gedenkstätte (gemeinsam mit Alexandra Flügel). GDSU-Tagung (Forschendes Lernen im Sachunterricht – Bedingungen, Konzepte und Wirkungen), Technische Universität Dresden (März 2018).


DFG- Projektnummer 465638463. (Laufzeit 09/2022-08/2025)

Die Studie zielt auf die Rekonstruktion der Spezifik gedenkstättenpädagogischer Angebote für (Grundschul-)Kinder und liefert damit eine Grundlage für die Weiterentwicklung der Gedenkstättenpädagogik für Kinder sowie für eine Didaktisierung des außerschulischen historisch-politischen Lernens im Kontext der Grundschule. Die historisch-politische Bildungsarbeit in NS-Gedenkstätten wird aktuell von drei Entwicklungen bestimmt: Erstens steigt ihre bildungspolitische Relevanz u.a. als Reaktion auf eine Zunahme von Rechtspopulismus, Rechtsextremismus, Nationalismus und Antisemitismus, wobei die meist schulisch gerahmten Besuche am außerschulischen Lernort NS-Gedenkstätte mit hohen Wirkungserwartungen verknüpft sind. Zweitens stehen NS-Gedenkstätten angesichts des sogenannten ‚Ende der Zeitzeugenschaft' vor einem erinnerungskulturellen Wandel und drittens werden zunehmend auch (Grundschul-)Kinder von NS-Gedenkstätten als Besucher:innen adressiert. Dabei werden sie sowohl im grundschul- als auch im gedenkstättenpädagogischen Diskurs als besondere, vulnerable Klientel beschrieben, die hinsichtlich einer Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte spezifisch zu berücksichtigen seien. Veröffentlichte Konzeptionen zur Gedenkstättenarbeit mit Kindern liegen bislang allerdings nicht vor. Für eine Didaktisierung fehlt insbesondere ein empirisches Wissen über die besonderen Merkmale und Handlungsanforderungen, die mit diesen neuen gedenkstättenpädagogischen Angeboten für (Grundschul-)Kinder verbunden und die zugleich in die hohen Wirksamkeitserwartungen an eine sich wandelnde Gedenkstättenarbeit eingelassen sind. An diese Leerstelle schließt das Forschungsvorhaben zu gedenkstättenpädagogischen Angeboten für (Grundschul-)Kinder an. Mit einem ethnografischen Forschungsansatz wird herausgearbeitet, wie Erinnerung an die NS-Vergangenheit im praktischen Vollzug gedenkstättenpädagogischer Angebote prozessiert wird. Die praxeologische Forschungsperspektive berücksichtigt die sinnlich wahrnehmbare Materialität von NS-Gedenkstätten und impliziert ein Verständnis gedenkstättenpädagogischer Angebote als sozio-materielle Arrangements. Das Forschungsinteresse richtet sich auch auf die Frage, wie (Grundschul-)Kinder als Besucher:innen adressiert werden, womit die Studie an die kindheitstheoretische Forschung anknüpft, in der pädagogische Situationen hinsichtlich generationierender Praktiken untersucht werden. Für einen kontrastierenden Vergleich werden in der Studie gedenkstättenpädagogische Angebote für (Grundschul-)Kinder von drei verschiedenen Gedenkstätten berücksichtigt, die hinsichtlich ihres historischen Tatbezuges variieren. Als weiteres Kontrastmoment werden sowohl schulisch als auch nicht-schulisch gerahmte Angebote ins Sampling aufgenommen, um die Relevanz des schulischen Kontextes für die inhaltliche Auseinandersetzung am außerschulischen Lernort NS-Gedenkstätte auszuloten. 

Wenn Sie Sachunterricht nach der neuen Prüfungsordnung (Studienbeginn ab WiSe 2023/24) als Langfach studieren, erfolgt die Erste Staatsprüfung schriftlich. In diesem Fall werden die Prüfungsfächer über ein zentrales Verfahren zugeteilt. Die Anmeldung zum zentralen Zuteilungsverfahren ist über den folgenden Link möglich. Dort erhalten Sie auch weitere Informationen zum Vorgehen.